Gastschulabkommen 2011-2015

Hamburger Abendblatt 29.08.14

http://www.abendblatt.de/region/schleswig-holstein/article131708314/Schulwahl-Neuer-Zwist-um-teure-Gastschueler-mit-Hamburg.html

 

Das Gastschulabkommen – Vertragstext

Wer es noch einmal nachlesen möchte, findet hier den Text des Abkommens:

http://www.schulrecht-sh.de/texte/g/gastschulabkommen_vertrag.pdf

 

 

 

Stand der Dinge im Führjahr 2013 – Teil 2 Das Bildungsministerium

Hier eine aktuelle Stellungnahme des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft. Da fühle ich mich als Bürger doch gut und umfassend informiert … bei der ausführlichen, persönlichen und individuellen Antwort, oder:

Sehr geehrter Herr Selaff,

vielen Dank für Ihre Nachfrage zum Sachstand des Gastschulabkommens mit Hamburg. Bitte entschuldigen Sie, dass ich sie krankheitsbedingt erst jetzt beantworten kann.

Gegenwärtig gilt das 2010 geschlossene Abkommen. Die Landesregierung wird aber rechtzeitig Gespräche mit der Freien und Hansestadt Hamburg über Nachfolgeregelungen aufnehmen. Dabei wird auch die von Ihnen angesprochene der Situation der schleswig-holsteinischen Schülerinnen und Schüler an Hamburger Privatschulen eine wichtige Rolle spielen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hans-Friedrich Traulsen

– III 30 – Referatsleiter Zusammenarbeit von Land und Schulträgern, Schulbauförderung, Schulentwicklungsplanung, Statistik, Prognosen im Schulbereich, ODIS, Ressourcencontrolling Ministerium für Bildung und Wissenschaft des Landes Schleswig-Holstein

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Stand der Dinge im Frühjahr 2013 – Teil 1 Die Grünen / Fr. Strehlau

Ich habe mal wieder rumgefragt … durchaus auch aus aktuellem Anlass: Die Hamburger Schulbehörde hat – initiiert durch eine Beschwerde aus der Elternschaft unserer Schule – festgelegt, dass wir pro Schüler höchstens Euro 200.- Schulgeld erheben dürfen. Obwohl das Sonderungsgebot das aus  Art. 7 Abs. 4 des Grundgesetzes resultiert, die gesamte Familie und nicht einzelne Schüler betrachtet, können so auf eine Familie mit drei Kindern € 600.- Schulgeld zukommen – wo doch nicht nur Besserverdiener sich eine Privatschule leisten können sollen. Wieder so ein Quatsch seitens der Behörde.

Diese Regelung führt jetzt dazu, dass wir den Familiensockelbetrag auf € 200.- senken müssen, appelieren die Mehrkosten zu spenden und den Rest auf die Mehrkindfamilien, die eh schon höher belastet sind, umlegen müssen. Insgesamt berührt diese Regelung bei uns in der RSS Bergedorf ein Budget von rund € 70.000.- p. a.. Auf diesen Sachverhalt werde ich in einem weiteren Beitrag eingehen.

Jetzt zu den Grünen und Fr. Strehlau:

Lieber Herr Selaff,

noch gibt es leider noch keine aktuellen Änderungen in der Bildungskooperation zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg. Im Koalitionsvertrag haben wir vereinbart, dass bis zum Auslaufen des bestehenden Gastschulabkommens Ende 2015 eine gemeinsame Schulentwicklungsplanung auf den Weg gebracht werden soll. Das wollen wir voran bringen.

Vor Kurzem haben die Parlamente von Hamburg und Schleswig-Holstein vereinbart, dass die Ausschüsse regelmäßig gemeinsam tagen. Wenn die Bildungsausschüsse gemeinsame Sitzungen haben (der Termin steht noch nicht fest) werden wir das Gastschulabkommen sicher auf die Tagesordnung setzen.

In der nächsten Woche tagen die Grünen Fraktionen SH und HH gemeinsam. Auch dort steht das Gastschulabkommen auf der TO.

Im vergangenen Landtag haben wir eine Änderung für die Kommunen in Schleswig-Holstein auf den Weg gebracht, die SchülerInnen aus Hamburg auf ihren Schulen haben. Sie bekommen nun Schulkostenbeiträge aus Kiel für diese SchülerInnen (allerdings nur bis zu der Summe, die die Kommune für ihre SchülerInnen auf Hamburger Schulen an Kiel zahlt). Das ist für uns ein Zwischenschritt, bis wir eine endgültige gemeinsame Planung haben.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine positivere Info geben kann, aber die gemeinsame Schulplanung ist ein dickes Brett.

Herzlichen Gruß Ines Strehlau

—–Ursprüngliche Nachricht—–

Gesendet: Mittwoch, 23. Januar 2013 14:37

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Koalitionsvertrag und Gastschulabkommen

Der neue Koalitionsvertrag in Schleswig-Holstein ist am 03.06.2012 verabschiedet worden … und greift „unser“ Thema tatsächlich auf:
Zitat:
714 Wir verfolgen das Ziel, bis zum Ablauf des bestehenden Gastschulabkommens Ende 2015
715 mit Hamburg eine gemeinsame Bildungsplanung zu erarbeiten, um eine freie Schulwahl zwi-
716 schen Schleswig-Holstein und Hamburg bei öffentlichen und freien allgemeinbildenden und
717 beruflichen Schulen zu erreichen. Ab 2013 wird die Landesregierung an die betroffenen
718 Kommunen im Hamburger Rand einen Ausgleich der Schulkostenbeiträge für Hamburger
719 Schülerinnen und Schüler zahlen.

720 Auch Schulen in freier Trägerschaft sind für uns ein wichtiger Bestandteil der Schulland-
721 schaft. Von ihnen gehen viele wertvolle Impulse für das Bildungswesen aus. Das Land fühlt
722 sich zusammen mit den Schulträgern verantwortlich für eine verbesserte Förderung, die Ein-
723 haltung des Sondierungsverbotes und transparente Finanzierungssysteme.

Zitat Ende

Zu finden ist der gesamte Text beispielsweise bei der SPD.

Was bedeutet das jetzt für unsere Initiative? Nun, der neue Ministerpräsident T. Albig hatte angekündigt, das Unwort „Gastschulabkommen“ beseitigen zu wollen, so dass spätestens mit dem Auslaufen des aktuellen Vertrages 2015 kein neues Abkommen … sondern ein Staatsvertrag? … der Nordstaat? … oder was kommt? Hier gilt es dran zu bleiben und vielleicht auch mit zu gestalten. Der Koalitionsvertrag kündet hier von intensivem Austausch und der Zusammenarbeit mit „dem Volk“. Den Grünen und dem SSW – so meine Erinnerung der eMails und Gespräche – sollte diese „Unwortbeseitigung“ sehr recht sein. Orientierung an Lebensräumen nicht an Staatsgrenzen.

Ich bitte jeden Einzelnen, der diese Zeilen liest und betroffen ist – und das gilt für Schleswig-Holsteiner wie für Hamburger – hier den Dialog mit der lokalen Politik zu suchen. Gerne würden wir an dieser Stelle von solchen Gesprächen erfahren. Auch dürfen sehr gerne andere Miteltern hier entsprechend informiert werden.

Also … wir sind ein Stück weiter, Politiker haben bis hierhin Wort gehalten, … und es liegt noch einiges an Wegstrecke vor uns …

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Last-Minute SPD Antwort

… nachdem ich nochmals nachgefragt habe, kam dann sehr schnell eine Antwort von Herrn Götz Bochert:

„Sehr geehrter Herr Selaff,

vielen Dank für Ihre Mail. Bitte entschuldigen Sie die späte Antwort. Gerne möchte ich Ihnen aber die Positionen der SPD Schleswig-Holstein zu den beiden von Ihnen angesprochenen Themen darstellen.

Wir wollen den ökologischen Landbauweiterhin fördern! Nachhaltigkeit ist das Leitmotiv unserer Agrarpolitik. Die Förderung der Landwirtschaft muss sich an gesellschaftlichen Zielen orientieren. Die von der Landesregierung vollzogene Einstellung der Beibehaltungsförderung für den Ökolandbau steht im Gegensatz zu diesem Ziel. Der ökologische Landbau ist ein Wachstumsmarkt der Zukunft.

Die Zusammenarbeit von Hamburg und Schleswig-Holstein wollen wir auch im Bildungsbereich intensivieren. Um eine freie Schulwahl und die Mobilität von Familien zu gewährleisten, braucht es im Bildungsbereich die Abschaffung bürokratischer Hürden und unnötiger Belastungen des Landeshaushalts. Inhaltliches Ziel der Zusammenarbeit von Schleswig-Holstein und Hamburg ist ein kompatibles Schulsystem für beide Länder, das den Gedanken des längeren gemeinsamen Lernens umsetzt. Dies muss ausdrücklich auch für die berufliche Bildung gelten.

Ein Schulkostenausgleich zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg passt dagegen nicht ins Bild einer guten Nachbarschaft. Ziel muss es sein, dass unsere Kinder eine freie Schulwahl im gesamten Norden haben. Für Schulkostenbeiträge zwischen den Ländern muss dasselbe gelten wie für die Kommunen innerhalb unseres Landes.

Mit freundlichen Grüßen

Götz Borchert

SPD-Landesverband Schleswig-Holstein

Kleiner Kuhberg 28-30

24103 Kiel

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Die Grünen im (positiven) Kontext des Gastschulabkommens

Es ist schon verwunderlich, wie die Zeit vergeht und Dinge einfach aus dem persönlichen Fokus rutschen, wenn Sie nicht mehr so wichtig oder temporär gelöst erscheinen. Also … ich schreibe jetzt nochmals zum Gastschulabkommen. Auch und gerade weil zeitnah Landtags- und Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein anstehen … und da ist es aus meiner Sicht überaus wichtig an Erfahrungen aus dem „Schule-ohne-Grenzen“-Projekt zu denken!

Für meine persönliche Wiederbelebung hat die heutige Veranstaltung der Grünen-Fraktion aus den Gemeinden Dassendorf, Aumühle und Wohltorf gesorgt, die die Landtagsabgeordnete SH Ines Strehlau zu einer Veranstaltung mit dem Thema

„SchülerInnen ohne Grenzen – Schulplanung für die Zukunft der Metropolregion“

eingeladen hatten. Frau Strehlau ist Sprecherin der Grünen für Berufs- und Weiterbildung und war Mitglied der Enquetekommission norddeutsche Kooperation, die mittlerweile ihren Auftrag erfüllt hat. Frau Strehlau kandidiert für den Wahlkreis Pinneberg, Schenefeld und Halstenbek.

Wir erinnern uns … das Gastschulabkommen ist zwar da, kann aber nicht als befriedigend seitens der Betroffenen angesehen werden … und es läuft nur bis 2015, so dass uns in knapp drei Jahren ggf. wieder jede Menge Ungemach ins Haus steht. Wir können das wohl durch die Wahl einer richtigen Partei womöglich zum Guten wenden.

Ich möchte die heutige Veranstaltung nur in einigen Stichpunkten wiedergeben – die natürlich GRÜN eingefärbt sind – war ja ne grüne Veranstaltung:

_Frau Strehlau und die Grünen sind auch unzufrieden mit dem Gastschulabkommen und versprechen gleichzeitig starke Verbesserungen sollten sie in die Regierungsverantwortung kommen

_Den Grünen schwebt es vor, jeden Schüler mit seinem Schulgeldbeitrag auszustatten, den er eben dort abgeben kann, wo er gerade zur Schule geht (Gutscheinprinzip)

_Das Hamburg und seine umliegenden Gemeinden zusammen wachsen müssen ist klar – es ist hier ein Lebensraum, der nicht durch künstliche Grenzen getrennt werden darf – auch nicht schulisch

_Der Förderalismus steht auf dem Prüfstand … und scheint letztlich der einzige Punkt zu sein Bundesländern eine Daseinsberechtigung zu verschaffen. Deutschland hat sich nach 1949 weiterentwickelt (!! wow!) und so muss auch die Länderstruktur modernisiert und aktuellen Bedürfnissen angepasst werden

_Die Grünen in SH streben min. in der Metropolregion HH eine gemeinsame Schulplanung (Schulgeld, Lehrerausbildung, …) mit Hamburg an

_Die Veränderung der Machtverhältnisse in Hamburg hat keine direkte positive Auswirkung auf die schulische Zusammenarbeit der Länder.  Herr Scholz denkt laut Frau Strehlau sehr hamburg-zentriert.

_Bei mir machte sich – begründet durch viele Punkte (Schulsituation Wentorf, Gastschulabkommen, Entscheidungsfreiheit der Gemeinden, Lehrerausbildung, …) wieder einmal der Eindruck breit, dass der zuständige FDP-Minister in SH – Dr. Ekkehard Klug – nicht nur äußerst ignorant ist sondern auch viel einfach aussitzen will – Wählerwille scheint eine sehr unnatürlich untergeordnete Rolle zu spielen. Vielleicht mag es dran liegen, dass die FDP zur Zeit echte Partei- und Personalprobleme hat! Wohl auch in SH – wußten Sie das?

Anyway. Ich hoffe der Beitrag hat ein wenig geholfen. Wer mag sendet uns seine Fragen an die Parteien in Sachen Gastschulabkommen … die wir seitens der Initiative bündeln und weiterleiten würden … in Wahlzeiten sollen die angeblich beantwortet werden. Ich freue mich auf Ihre Zuschriften!

Sollte jemand auch an der Veranstaltung heute teilgenommen haben und Ergänzungen des Beitrages haben … bitte eine eMail an mich oder direkt in die Kommentare damit! Danke!

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Gast auf der Enquetekommission „Norddeutsche Kooperation“

Es ist zwar schon eine Woche her, aber ich war tatsächlich dort … in der Enquetekommission am 14. Februar 2011 im Kieler Landtag.

Obwohl ich eine Stellungsnahme gesandt hatte und mein Kommen zu 80% zugesagt hatte, fehlte das Namensschild … allerdings wurde das dann schnell beschafft und ich durfte sogar gleich zu Beginn meine Stellungnahme mündlich loswerden. Da von den eingeladenen 20 Institutionen nur ich gekommen war … war die Situation etwas eigenartig, sollte doch diese Sitzung dazu dienen eben diese Institutionen anzuhören. Die Waldorfschulen und die GEW hatten immerhin Stellungnahmen gesandt. Einige der Abgeordneten hatten diese im Vorfeld, einige allerdings auch erst in der Sitzung selbst gelesen.

Es entstand dann auf Basis dieser Stellungnahmen eine kleine Diskussion. Wesentliche Punkte daraus …

… freie Schulwahl in Deutschland darf nicht an Ländergrenzen „begrenzt“ werden … „Schule ohne Grenzen“ ist da ein sehr passendes Motto.
… die Region Hamburg / Südliches Schleswig-Holstein wird als ein „gemeinsamer Lebensraum“ gesehen.
… eine internationale Benachteiligung aufgrund der deutschen schulischen Kleinstaaterei wird auch gesehen.
… da einige der Abgeordneten aus Landesgrenzbereichen stammen, konnten diese „unsere“ Situation nachvollziehen … sprachen in diesem Zusammenhang an, dass es nicht nur um SH und HH sondern auch um NS und MV geht.
… als Herausforderung wurde auch die Lehrerausbildung für die neuen Schulmodelle in SH und HH gesehen.

Einigkeit bestand auch darüber, dass die IST-Situation und die WUNSCH-Situation aus den Anhörungen sehr weit auseinander gehen. Genau hier sahen sich alle Abgeordneten in der Pflicht tätig zu werden. Da es als unrealistisch eingestuft wurde aus der Enquetekommission heraus die Abschaffung des Förderalismus in der deutschen Schullandschaft zu betreiben, soll zunächst eine enge Zusammenarbeit mit Hamburg angestrebt werden … als beispielhaft gutes Modell für die Abschaffung förderalistischer Strukturen, dem andere Bundesländer dann ggf. folgen könnten.

Die SPD fasste es in drei Punkten zusammen …

… Schaffung einer Regelung für die Metropolregion HH, die die Belange der Familien und Schüler in den Vordergrund stellt und nicht die rein finanziellen Parameter.

… Angleichung der Schulsysteme HH / SH.

… gemeinsame Lehrerausbildung SH / HH.

Also … to make a long story short … die Abgeordneten in Kiel sind sehr bemüht und willig in unserem Sinne tätig zu werden und Barrieren zu beseitigen, um den gemeinsamen Lebensraum auch in Sachen Schule zu realisieren. In der Sitzung am 28.02. wird Minister Klug seine Sicht der Dinge darstellen … was in der Runde ein wichtiger Punkt war. Da sollte jemand von uns hin … sind ja öffentlich diese Sitzungen.

Ganz am Ende wurde die Situation dann nochmals nachdenklich … wie ist es denn um die Zusammenarbeit der norddeutschen Länder – insbesondere mit HH – bestellt. Und da wurde es dann sehr dünn. Dem Aufruf der Kommission an die anderen norddeutschen Bundesländer in Sachen Zusammenarbeit und Mitwirkung verhallte – Hamburg wird ggf. eine Abordnung in die Sitzung am 28.02. entsenden (die 12. Sitzung!!). Ansonsten hat sich niemand gemeldet. Auch sonst gibt es keine wesentlichen konkreten Zusammenarbeiten oder Kontakte zwischen den Bundesländern.

Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer …eigentlich müssen wir die Politiker zusammen bringen, um Zusammenarbeit möglich zu machen. Ich habe im Rahmen der Sitzung keine konkreten Ansätze gehört … eher Ratlosigkeit. Also … Hamburger verantwortliche Politiker schnappen und am 28.02. in die Sitzung in Kiel schleppen. Auch auf persönlicher Ebene Kontakte zwischen Politikern in SH und HH schaffen … vielleicht auch mit einem besonderen Veranstaltungsformat in dieser Sache.

Weitere Fragen gerne jederzeit an mich … email hidden; JavaScript is required.

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Waldorfschule im Wahlkampf

Am Montag, den 17. Januar hat sich ein neues Aktionsbündnis gegründet. Es geht hervor aus dem „Aktionsbündnis Gastschulabkommen“ und hat die Aufgabe, die Vertreter der politischen Parteien in Hamburg während der Wahlkampfzeit auf ihr Verhältnis zu Freien Schulen zu befragen. Wir haben dazu die neue Informations-Website »waldorfschule-im-wahlkampf.de« ins Leben gerufen.

In den Wahlprogrammen der Parteien ist zu lesen, dass die Schulen gestärkt und Bildung für alle verbessert werden müsse. Dennoch gibt es Bestrebungen, die finanziellen Mittel der Schulen in freier Trägerschaft deutlich zu kürzen.

Niedrigere Finanzhilfesätze bergen die Gefahr höherer Schulgelder – was wiederum die freie Schulwahl einschränken würde. Noch haben wir die Möglichkeit, die Politiker an ihr Versprechen einer freien Schulwahl zu erinnern und die drohenden finanziellen Kürzungen zu vermeiden.

Es ist Wahlkampfzeit in Hamburg und eine gute Zeit, Politiker nach ihrer Meinung zu Freien Schulen zu befragen. Dazu haben wir folgende Pläne:

Fragen an die Politik

Der Hamburger Elternrat wird die schulpolitischen Sprecher der im Rathaus vertretenen Parteien an die Wandsbeker Schule einladen. In diesem Treffen soll die Waldorfpädagogik aus Elternsicht dargestellt werden.

Weiterhin möchten die Eltern erfahren, welche Vorstellungen sie von der Umsetzung der freien Schulwahl haben und wie sie zu den Schulen in freier Trägerschaft stehen. Die vorbereiteten Fragen können Sie hier nachlesen.

Aktiv werden – mit Politikern sprechen

Im Kampf um das Gastschulabkommen haben wir die Erfahrung gemacht, dass es von großem Wert ist, mit Politikern ins Gespräch zu kommen. Wir haben damit erreicht, dass in unserem Sinne entschieden wurde: Wir haben eine freie Schulwahl über die Landesgrenzen hinweg!

Aus dieser Erfahrung heraus möchten wir Sie ermutigen, mit den Politikern ins Gespräch zu kommen, um sie für die freie Schulwahl zu gewinnen.

Informieren wir Politiker, welche Bildungsvorstellung wir verteten. Machen wir Ihnen deutlich, für welche Bildung wir votieren werden. Nutzen Sie die Bürgersprechstunden oder die Veranstaltungen der Kandidaten auf Wochenmärkten etc.
Wir haben Fragen formuliert, die Ihnen als Anregung für eigene Gespräche dienen können. Wenden Sie sich mit Ihren Fragen an Ihre Abgeordnetenkandidaten!

Die Geschäftsführer einer jeden Schule sind Ansprechpartner für Sie, wenn Sie noch inhaltliche Fragen haben. Gern können Sie sich auch an uns wenden.

Pressearbeit

Wir wollen uns verstärkt um Pressearbeit kümmern. Es ist zu vermuten, dass die Fernsehsender NDR und HH1 mit den jeweiligen Kandidaten der verschiedenen Parteien für die Hamburger Bürgerschaft themenbezogene Sendungen durchführen werden.
Wir müssen erreichen, dass an dieser Stelle auch die wesentlichen Fragen zu “Schulen in freier Trägerschaft” gestellt werden.

Haben Sie dazu gute Ideen oder kennen Sie Menschen, die dabei behilflich sein könnten?
Bitte kontaktieren Sie uns!

Der Elternrat und die Initiative »Waldorfschule im Wahlkampf«.

Hamburger Abendblatt hat Witterung aufgenommen …

… und berichtete am Mittwoch, 25.01.11, über den Status des Gastschulabkommens „Privatschulen in Hamburg werden teurer“. Gut das die weiter dranbleiben, wenn ich auch immer das Gefühl habe, dass solche Überschrift die Leser eine Elite hinter diesen Familie vermuten lassen, die sich eben eine Privatschule leisten können. Anyway … wir sollten den Kontakt zu den Reakteuren halten und die weiter mit Infos versorgen.

Hier der link zum Online-Bericht … der nur scheinbar kostenpflichtig ist … weiter unten findet sich der Text.

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Das Gastschulabkommen. Oder: warum es auch die Hamburger angeht

Am 15. 11.2010 fand der dritte Informationsabend zum Thema Gastschulabkommen in unserer Schule statt. Vertreter von sechs Hamburger Waldorfschulen, verschiedenen konfessionellen Schulen sowie einem Waldorfkindergarten waren anwesend.

Bei dem Treffen wurde noch einmal klar zum Ausdruck gebracht,

  1. dass es noch keine Bestandssicherung gibt. Es gibt nur das mündliche, nicht zu Protokoll gebrachte Versprechen einer angeschlagenen Hamburger Politikerin. Eine Bestandssicherung gibt es erst dann, wenn das Abkommen unterzeichnet ist.
  2. Es ist noch nicht einmal klar ist, was Hamburg im Hinblick auf Waldorfschulen unter Bestandssicherung versteht. Zur Zeit gilt die Bestandssicherung immer bis zum Ende der jeweiligen Schulstufen (und wo die bei Waldorfschulen liegen: Ende der Klassenlehrerzeit, Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, … da werden sich die Politiker sicher noch etwas einfallen lassen)
  3. dass Bestandssicherung nicht die Frage der Einschulung von Geschwisterkindern beinhaltet.
  4. Mehr lesen …

http://gastschulabkommen.de ist online!

Obwohl ich schon Hunderte von Websites online gebracht habe, ist es doch immer wieder ein Ergebnis, und selten hat mich dieser Schritt so bewegt wie diesmal.

Unsere Aktions-Website „Mahnwache Gastschulabkommen“ ist seit heute Nacht, 1 Uhr, online. Sie wird sehr positiv aufgenommen und sorgt bereits für einigen Wirbel. So wie unsere Demonstranten vor Ort, die sich seit heute Morgen um 8 Uhr vor dem Kieler Landtag postiert haben und im Moment die dritte Schicht fahren.

Wir stellen stets aktuell Fotos auf die Website, um den Fortgang unser Aktion auch für alle erfahrbar zu machen.

Jetzt gilt es, unsere Aktion in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Verlinkt auf http://gastschulabkommen.de, twittert, schreibt – was auch immer.
Wir möchten dafür sorgen, dass bei der Google-Suche nach dem Begriff „Gastschualbkommen“ zuallererst unser Protest erscheint und erst dann die fadenscheinigen Ausflüchte der weltfernen Kieler Bildungspolitik.

Dazu brauchen wir Euch, alle!

Bildungsminister Klug: Entscheidungsfreiheit für Schulen, aber kein Recht auf freie Schulwahl?

Bildungsminister Ekkehard Klug fordert Entscheidungsfreiheit für Schulen, spricht den Eltern aber das Recht auf frei Schulwahl ab

Wir wollen das Schulsystem nicht ins Wanken bringen“, sagte Schleswig-Holsteins Bildungsminister Ekkehard Klug (FDP) während eines Besuches bei der Norderstedter Zeitung. Die Schulen sollen in Zukunft selbst entscheiden, welchen Weg sie gehen wollen. Das berichtete im Zusammenhang mit dem 2008 eingeführten und stark kritisierten „Turbo-Abi“ das Hamburger Abendblatt am 12. November. Den Artikel finden Sie in unserem Pressearchiv.

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Mahnwache Gastschulabkommen – wir brauchen Eure Hilfe!

Warum sind Aktionen jetzt nötig?

Zunächst einmal zur Information und Verdeutlichung:

Kein Gastschulabkommen würde für die Rudolf-Steiner-Schule Farmsen Schule bedeuten, dass es statt 120 Anmeldungen pro Schuljahr nur noch rund 80 Anmeldungen gäbe. Nicht alle angemeldeten Kinder passen dann auch wirklich in die zukünftigen Klassenstrukturen, es resultierten somit entweder zwei kleine Klassen oder eine große Klasse. Die Folgen wären in kürzester Zeit große finanzielle Einbußen für die Schule, die in Form von deutlich steigendem Schulgeld durch die Eltern getragen werden müssten.

Zum Thema Bestandsschutz für Kinder, die bereits auf der Schule sind, ist noch rein gar nichts entschieden. Die Hamburger Schulsenatorin Frau Goetsch hat dies zwar geäußert, aber eben mündlich und außerhalb des Protokolls. Wie verlässlich ist wohl eine solche Aussage? Außerdem gehören immer zwei dazu, den Bestandsschutz zu sichern, und der Schleswig-Holsteinische Bildungsminister Herr Dr. Klug sagt dazu nur: „Schleswig-Holsteiner Kinder sollen auch in Schleswig-Holstein beschult werden.“
So viel also zum Bestandsschutz. Sollten aber die bestehenden Schüler zum 01.01.2011 (also in rund 6 Wochen!) wegfallen, dann würde der Schule ein weiteres riesiges finanzielles Loch entstehen (über 20 % Schüler aus Schleswig-Holstein in unserer Schule), das ebenfalls in Form von höherem Schulgeld durch die Eltern finanziert werden müsste.

Neben den finanziellen Auswirkungen gäbe es weitere, die alle betreffen würden: Freundschaften, soziale Strukturen und die Schulgemeinschaft würden zerbrechen. Was das für unsere Kinder bedeuten würde, ist jetzt noch gar nicht vorstellbar.

Mahnwachen durchzuführen ist nicht der Wunsch einiger weniger. Es war ein gemeinsamer Beschluss der Eltern-Lehrer-Konferenz am 04.11.2010.

Die Lehrer unserer Schule vermitteln und lehren unsere Kinder mit großem Erfolg, was Gemeinschaft bedeutet. Sie sorgen tagtäglich dafür, dass die Klassengemeinschaft zum Wohle aller wächst und sich daraus gesunde Sozialstrukturen ausbilden. Nun sind wir Eltern an der Reihe unseren Kindern zu zeigen, was Gemeinschaft bedeutet und ihnen zu zeigen und zu beweisen, dass es Gemeinschaft gibt, wie wichtig Gemeinschaft ist und was Gemeinschaft bewegen kann. Welches Bild würden die Kinder wohl mitnehmen, wenn ihre Eltern nicht gemeinschaftlich handeln könnten?

Die Mahnwachen können nur funktionieren und zum Erfolg führen, wenn es keine Unterbrechungen, keine Lücken gibt. Viele Klassen haben sich bereits organisiert und zählen auf uns. Die Schulgemeinschaft braucht uns ganz dringend bei der Mahnwache und am 02.12. zur großen Demo in Kiel!

Inzwischen beteiligen sich auch die Waldorfschulen Bergstedt und Bergedorf sowie der Waldorfkindergarten in Ahrensburg an den Mahnwachen und der großen Demo. Es sind also großartige Aktionen, mit denen sehr viel bewegt werden kann, wenn alle mitmachen!

Neben dem Gastschulabkommen geht es aber noch um mehr bei der Sache: Es geht um die Wahrung des freiheitlichen Rechts auf freie Bildung und Schulwahl!

Macht alle mit! Für Eure Kinder und für die Gemeinschaft!
Wenn wir uns nicht engagieren, tut es keiner!

http://mahnwache-gastschulabkommen.de

Website zur Mahnwache Gastschulabkommen

Gestern, bei unserem Treffen des Aktionsbündnisses Gastschulabkommen in der Farmsener Waldorfschule, haben wir mit den Planungen zu unserer „Mahnwache Gastschulabkommen“ vor dem Kieler Landtag begonnen.
Sie wird am 22. November starten und so lange andauern, bis wir eine Fortführung des Gastschulabkommens erreicht haben.

Weitere Informationen zu unserer Mahnwache finden SIe in Kürze hier auf Schule ohne Grenzen sowie auf unserer Website Mahnwache Gastschulabkommen, die in Kürze online gehen wird:
http://mahnwache-gastschulabkommen.de

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