Author Archives: Peter Bickel

Neue Politiker-Aussagen auf der Wahlkampf-Website

Wir haben nun mittlerweile einige persönliche Gespräche mit schulpolitischen Sprechern hinter uns gebracht und weitere schriftliche Aussagen der Parteien vorliegen. Es gibt also Neues unter:
http://waldorfschule-im-wahlkampf.de/

DIE LINKE antwortet auf unsere Fragen

Die Antworten der Fraktion DIE LINKE zu unserem Fragenkatalog können auf unserer Wahlkampf-Website nachgelesen werden.

Vielen Eltern Freier Schulen werden diese Antworten vermutlich schon die Wahlentscheidung erleichtern.

Waldorfschule im Wahlkampf

Am Montag, den 17. Januar hat sich ein neues Aktionsbündnis gegründet. Es geht hervor aus dem „Aktionsbündnis Gastschulabkommen“ und hat die Aufgabe, die Vertreter der politischen Parteien in Hamburg während der Wahlkampfzeit auf ihr Verhältnis zu Freien Schulen zu befragen. Wir haben dazu die neue Informations-Website »waldorfschule-im-wahlkampf.de« ins Leben gerufen.

In den Wahlprogrammen der Parteien ist zu lesen, dass die Schulen gestärkt und Bildung für alle verbessert werden müsse. Dennoch gibt es Bestrebungen, die finanziellen Mittel der Schulen in freier Trägerschaft deutlich zu kürzen.

Niedrigere Finanzhilfesätze bergen die Gefahr höherer Schulgelder – was wiederum die freie Schulwahl einschränken würde. Noch haben wir die Möglichkeit, die Politiker an ihr Versprechen einer freien Schulwahl zu erinnern und die drohenden finanziellen Kürzungen zu vermeiden.

Es ist Wahlkampfzeit in Hamburg und eine gute Zeit, Politiker nach ihrer Meinung zu Freien Schulen zu befragen. Dazu haben wir folgende Pläne:

Fragen an die Politik

Der Hamburger Elternrat wird die schulpolitischen Sprecher der im Rathaus vertretenen Parteien an die Wandsbeker Schule einladen. In diesem Treffen soll die Waldorfpädagogik aus Elternsicht dargestellt werden.

Weiterhin möchten die Eltern erfahren, welche Vorstellungen sie von der Umsetzung der freien Schulwahl haben und wie sie zu den Schulen in freier Trägerschaft stehen. Die vorbereiteten Fragen können Sie hier nachlesen.

Aktiv werden – mit Politikern sprechen

Im Kampf um das Gastschulabkommen haben wir die Erfahrung gemacht, dass es von großem Wert ist, mit Politikern ins Gespräch zu kommen. Wir haben damit erreicht, dass in unserem Sinne entschieden wurde: Wir haben eine freie Schulwahl über die Landesgrenzen hinweg!

Aus dieser Erfahrung heraus möchten wir Sie ermutigen, mit den Politikern ins Gespräch zu kommen, um sie für die freie Schulwahl zu gewinnen.

Informieren wir Politiker, welche Bildungsvorstellung wir verteten. Machen wir Ihnen deutlich, für welche Bildung wir votieren werden. Nutzen Sie die Bürgersprechstunden oder die Veranstaltungen der Kandidaten auf Wochenmärkten etc.
Wir haben Fragen formuliert, die Ihnen als Anregung für eigene Gespräche dienen können. Wenden Sie sich mit Ihren Fragen an Ihre Abgeordnetenkandidaten!

Die Geschäftsführer einer jeden Schule sind Ansprechpartner für Sie, wenn Sie noch inhaltliche Fragen haben. Gern können Sie sich auch an uns wenden.

Pressearbeit

Wir wollen uns verstärkt um Pressearbeit kümmern. Es ist zu vermuten, dass die Fernsehsender NDR und HH1 mit den jeweiligen Kandidaten der verschiedenen Parteien für die Hamburger Bürgerschaft themenbezogene Sendungen durchführen werden.
Wir müssen erreichen, dass an dieser Stelle auch die wesentlichen Fragen zu “Schulen in freier Trägerschaft” gestellt werden.

Haben Sie dazu gute Ideen oder kennen Sie Menschen, die dabei behilflich sein könnten?
Bitte kontaktieren Sie uns!

Der Elternrat und die Initiative »Waldorfschule im Wahlkampf«.

Warme Worte und frostige Gastschüler …

… titelte das Landesblog seinen gestrigen Beitrag zu unseren Mahnwachen und unserem Anliegen, dem Gastschulabkommen.

Die feine journalistische Art ist es ja nicht, unsere Header-Bildmontage zu verwenden, ohne um Erlaubnis zu fragen, und dann noch dazu weder einen Link auf http://gastschulabkommen.de noch auf http://schuleohnegrenzen.de zu setzen. Wir verzeihen aber und setzen unsererseits trotzdem einen Link zum Landesblog, denn wir freuen uns über jede Art von fairer Medienresonanz.

Update 10.12.2010:
Inzwischen hat das Landesblog einen Link gesetzt, sich entschuldigt und uns sehr herzlich kontaktiert. Danke.

Presseticker der Parteien

Eine Bewertung von unserer Seite steht noch aus, bis wir die genauen Details kennen. Einstweilen lohn sich ein Blick auf die Pressemitteilungen der verschiedenen Parteien.

CDU / FDP können es nicht lassen, den schwarzen Peter den Grünen zuzuschieben:


Marion Herdan und Cornelia Conrad: Kaum sind die Grünen in Hamburg aus der Regierungsverantwortung, schon gibt es eine gute Lösung für unsere Gastschüler

08. Dezember 2010

Die Fraktionen von CDU und FDP haben den heutigen Verhandlungserfolg von Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug zum Gastschulabkommen in Hamburg begrüßt, und sofort die Mahnwache der Eltern vor dem Landeshaus davon unterrichtet:
,,Ich habe allerhöchsten Respekt vor den Eltern, die seit mehr als zwei Wochen bei diesem Wetter hier ausgehalten haben“, erklärte die CDU-Abgeordnete Marion Herdan. Cornelia Conrad von der FDP ergänzte: ,,Wir hätten Ihnen die Zeit der Unsicherheit gerne erspart. Aber die vom Hamburger Senat gestellten und von Schleswig-Holsteins Grünen unterstützten Forderungen waren völlig überhöht.“

Beide erinnerten daran, dass im Mai dieses Jahres die Grüne Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein den formellen Antrag gestellt hatte, 19,65 Millionen Euro im Jahr für das Gastschulabkommen an Hamburg zu überweisen. Die schleswig-holsteinischen Grünen hatten dabei mit den gleichen Zahlen gearbeitet, wie die Grüne Bildungssenatorin in Hamburg, und diese Summe als gerechtfertigt bezeichnet.

,,Dieser Antrag hat die schleswig-holsteinische Verhandlungsposition natürlich deutlich geschwächt, und damit leider auch die Dauer der Verhandlungen verlängert“, so Conrad.

Das jetzige, auf fünf Jahre festgelegte Verhandlungsergebnis 12,4 Millionen Euro für 2011 und in den Folgejahren zusätzlich 200.000 Euro ­zeige, wie weit entfernt der damalige Grüne Antrag von den Interessen Schleswig-Holsteins entfernt gewesen sei. Denn auch der jetzige Hamburger Verhandlungsführer vertrete natürlich die Interessen der Hansestadt. Anders als die vorherige Verhandlungsführerin der Grünen habe er sich jedoch realistischen Berechnungen gegenüber offen gezeigt.

,,Der Antrag der Grünen hätte Schleswig-Holstein völlig unnötig über fünf Jahre mehr als 30 Millionen Euro zusätzlich gekostet. Das konnten wir nicht akzeptieren“, warb Herdan um Verständnis.


Martin Habersaat von der SPD möchte das Paket erst genauer prüfen, bevor er es einschätzt:

Abwarten, was im Weihnachtspaket drin steckt!

Zu Meldungen über ein neues Gastschulabkommen zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg erklärt der stellvertretende bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat:
Die SPD-Landtagsfraktion hofft, dass das heutige Verhandlungsergebnis tatsächlich so günstig für Schleswig-Holstein ist, wie es die ersten Meldungen hergeben. Wenn die künftige finanzielle Grundlage für Schleswig-Holstein tatsächlich nur eine Mehrbelastung von 3,15 Mio. im Jahr 2011 und dann jeweils 200.000 zusätzlich in jedem folgenden Jahr bedeutet, dann wäre das ein Erfolg, zu dem wir dem Minister gratulieren. Aber wir sagen ebenso: Das wurde auch Zeit!

Allerdings liegen uns bisher noch keine näheren Details vor. Wir müssen daher sehr genau prüfen, ob dieses Weihnachtspaket nicht noch unangenehme Überraschungen beinhaltet zu Lasten der schleswig-holsteinischen Kinder und Jugendlichen, die Schulen in Hamburg besuchen oder besuchen wollen.

Eine Öffnung der Grenzen, wie sie von den Menschen im Hamburger Rand gewünscht wird, scheint es nicht zu geben; freie Schulwahl sieht anders aus. Die Kuh ist noch nicht ganz vom Eis; deshalb werden wir uns auch in den nächsten fünf Jahren um sie kümmern.


Auch Ines Strehlau von den Grünen sieht das Ergebnis nüchterner:

Endlich Planungssicherheit

Zur heutigen Unterzeichnung des Gastschulabkommens mit Hamburg sagt die für die Metropolregion zuständige Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Ines Strehlau:
Wir freuen uns, dass es ein neues Gastschulabkommen gibt. Endlich haben die schleswig-holsteinischen Familien und die Schulen Planungssicherheit. Das große Engagement der Gastschuleltern und Schulen hat sicherlich dazu beigetragen, dass es nun doch noch vor Weihnachten ein Ergebnis gegeben hat.

Positiv ist, dass der Schulbesuch auf freien Schulen in Hamburg weiterhin möglich ist und der Schulbesuch an Hamburger Schulen beendet werden kann, auch wenn die Familie umzieht.

Beim Vorrang der Beschulung im eigenen Land ist der Bildungsminister allerdings stur geblieben. Die freie Schulwahl in der Metropolregion wird es auch in den nächsten fünf Jahren leider nicht geben.

Die Verhandlungen waren ein unwürdiges Geschacher, bei dem die Interessen der Familien hinter den finanziellen Forderungen Schleswig-Holsteins zurück treten mussten.

Wir haben jetzt fünf Jahre Ruhe, aber Politik muss die Zeit nutzen, um eine gemeinsame Schulentwicklungsplanung mit Hamburg auf den Weg zu bringen, um die Kleinstaaterei zu überwinden.

Es gibt ein neues Gastschulabkommen!

Liebe Betroffene, liebe Gleichgesinnte,

es gibt ein neues Gastschulabkommen.
Heute um 12 Uhr 30 haben Senator Wersich und Minister Klug einen Vertrag unterzeichnet, der den grenzüberschreitenden Schulbesuch für weitere 5 Jahre sichert.
Die Mahnwachen wurden daher abgezogen.

Wir kennen die Details dieses Abkommens noch nicht, werden jedoch sie jedoch in Kürze hier analysieren und werten.
Wir können aber jetzt schon sagen, dass das ein großer Erfolg für uns ist. An alle, die mitgeholfen haben, das möglich zu machen, ein großes Dankeschön!
Auch Ines Strehlau, Landtagsabgeordnete bei den Grünen und Berufsbildungs- und kommunalpolitische Sprecherin, schrieb uns: „Das Engagement der SchülerInnen, Eltern und Lehrkräfte dazu beigetragen, dass das Thema Gastschulabkommen inzwischen beim Ministerium als dringlich angekommen ist. Sonst würden sie jetzt nicht weiter verhandeln.“

Der NDR berichtet vor einer halben Stunde wie folgt zu diesem Thema:
http://www.ndr.de/regional/hamburg/gastschulabkommen115.html

Statt des ausgefallenen Termins am 13.12. werden wir uns daher am 20.12. wie immer in Farmsen treffen, um zu feiern.

Mit freudigen Grüßen,
das Aktionsbündnis Gastschulabkommen.


Hier der genaue Wortlaut der eben veröffentlichten Pressemitteilung:

Medien-Information, 8. Dezember 2010

Durchbruch für neues Gastschulabkommen zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein – Gutes Ergebnis für Schüler, Eltern und Schulen in beiden Ländern

HAMBURG: Hamburgs Bildungssenator Dietrich Wersich und Schleswig-Holsteins Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug haben heute in Hamburg die Einigung zum Gastschulabkommen zwischen ihren beiden Bundesländern bekannt gegeben.

Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug: „Wir haben eine Verständigung erreicht. Für beide Länder, vor allem aber für die betroffenen Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern ist dies ein sehr gutes Ergebnis. Denn sonst hätte uns ein vertragsloser Zustand mit dramatischen Folgen für die Betroffenen gedroht.“

„In sehr konstruktiven und persönlichen Verhandlungen zwischen Minister Dr. Klug und mir ist es kurzfristig gelungen, Konflikte; die bislang bestanden; beizulegen und uns über ein neues langfristiges Abkommen zu verständigen“, so Senator Dietrich Wersich. „Damit schaffen wir Sicherheit für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für die besonderen Hamburger Privatschulen.“ Beide Bildungspolitiker betonten, dass es mit dem auf fünf Jahre abgeschlossenen neuen Gastschulabkommen nun für einen längeren Zeitraum ein hohes Maß an Rechtssicherheit gebe.

Die Länder streben an, grundsätzlich den Schulbesuch ihrer Schülerinnen und Schüler im eigenen Land zu ermöglichen. Die neue Regelung stellt aber sicher, dass Kinder aus Familien, die im Hamburger Umland von einem in das andere Land umziehen, ihren Schulbesuch dort fortsetzen können, wo sie ursprünglich eingeschult worden sind. Zugleich können alle Schüler, deren Schulverhältnis bis Ende 2010 begründet war, ihren Schulbesuch fortsetzen. Dank des neuen Abkommens werden außerdem verwaltungsaufwändige Einzelfallabrechnungen vermieden.

Das neue Gastschulabkommen, das zum 1. Januar 2011 in Kraft tritt, hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Im Jahr 2011 zahlt Schleswig-Holstein statt wie bisher 8,5 Millionen Euro an Hamburg einen Ausgleich in Höhe von 12,4 Millionen Euro, wobei auf den Besuch von Hamburger Ersatzschulen ein Betrag von 6,9 Millionen Euro entfällt. In den Folgejahren bis 2015 steigt der Betrag um jährlich 200.000 Euro, um die Kostensteigerungen aufzufangen. Für den Schulunterricht der Kinder und Jugendlichen, die von Hamburg in schleswig-holsteinischen Einrichtungen und Pflegefamilien untergebracht sind, übernimmt Schleswig-Holstein die Kosten.

Das Gastschulabkommen regelt außerdem, dass für beide Länder grundsätzlich der Schulbesuch der Schülerinnen und Schüler im eigenen Land Vorrang hat. Ausnahmen sind neben persönlichen Härtefällen vier klar definierte Bereiche:

  • Schülerinnen und Schüler aus der Gemeinde Barsbüttel können ein staatliches Hamburger Gymnasium bis zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife besuchen.
  • An staatlichen Hamburger Sonderschulen für die Förderschwerpunkte körperliche und motorische Entwicklung, Hören und Sehen werden bis zu 150 Schülerinnen und Schüler aus Schleswig-Holstein mit entsprechendem Förderbedarf aufgenommen.
  • Schulpflichtige Schülerinnen und Schüler aus Schleswig-Holstein können Hamburger berufsbildende Schulen besuchen, wenn sie von Schleswig-Holstein eine Freigabe erhalten haben. Das ist nur möglich, wenn der Schulweg deutlich länger als zu einer Hamburger Schule wäre.
  • Schleswig-holsteinische Schülerinnen und Schüler können Hamburger Privatschulen besuchen.

Bildungsminister Dr. Klug kündigte an, dass die schleswig-holsteinischen Umlandgemeinden künftig auch an Ausgleichszahlen für den Besuch von öffentlichen Schulen beteiligt werden. Gemeinden, aus denen Schülerinnen und Schüler in Hamburg zur Schule gehen, müssten in Zukunft sowohl für den Besuch von privaten als auch öffentlichen Hamburger Schulen Schulträgerkosten an das Land entrichten.

Senator Wersich: „Nach vielen Jahren Verhandlungen ist das neue Abkommen ein echter Durchbruch.“

Verantwortlich für diesen Pressetext: Thomas Schunck | Ministerium für Bildung und Kultur | Brunswiker Straße 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-5805 | Telefax 0431 988-5815 | E-Mail: email hidden; JavaScript is required | Medien-Informationen der Landes­regierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.mbk.schleswig-holstein.de | Das Landeswappen ist gesetzlich geschützt.

Rico Schmidt, Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, Behörde für Schule und Berufsbildung I Telefon 040 42863-3478 I Fax 040 42863-3849 I E-Mail: email hidden; JavaScript is required I Internet: www.hamburg.de/bsg

Elternbriefe an Bildungsminister Klug werden wütender

Immer mehr Briefe von betroffenen ELtern werden öffentlich an den Bildungsminister Klug geschrieben.

Wir wollen dem auf unserer Website gern ein Forum geben und haben die besten davon auf einer eigenen Seite zusammengestellt, die stetig erweitert wird:
http://schuleohnegrenzen.de/reaktionen/reaktionenelternbriefe/

Verhandlungen dauern an


Am Wochenende hat ein Zeitungsartikel im Hamburger Abendblatt (4.12.) bei vielen Betroffenen zu der Annahme geführt, dass es in dem Gespräch zwischen den Herren Klug und Wersich am 3.12. eine vorläufige Lösung gegeben haben könnte.
Der Inhalt des Zeitungsartikels ist durch den Pressesprecher des Bildungsministeriums in Kiel nicht bestätigt worden!

Im Gegenteil, der Pressesprecher wies darauf hin, dass die Verhandlungen noch andauern. Rechtssicherheit für die Betroffenen sei die Zielvorgabe, das Gespräch sei in guter Atmosphäre konstruktiv verlaufen. Wenn eine öffentlichkeitswirksame Lösung gefunden sei, würden wir sofort darüber in Kenntnis gesetzt werden.
Für unsere Mahnwachen bedeutet diese Aussage, dass sie noch weiter andauern werden!!
Es ist ja eigentlich gut, wenn um eine dauerhafte Lösung gerungen wird. Wir müssen nun aber umso tapferer sein und weiter durchhalten!

Bitte alle Augen und Ohren offen halten und stets auf unsere Homepage schauen.
Bevor dort nicht öffentlich verkündet wird, dass wir die Mahnwachen zurückziehen, sind alles andere nur Gerüchte.

Wir werden nicht weichen und wir werden siegen! Haltet durch!

Das nächste Treffen des Aktionsbündnisses wird voraussichtlich verschoben. Den Termin geben wir hier in Kürze bekannt.

Zeitlich befristete Notlösung?

Am Samstag, den 4.12., erschien im Abendblatt ein Artikel, der davon berichtete, dass Hamburgs Sozial- und Bildungssenator Dietrich Wersich (CDU) und Kiels Schulminister Ekkehard Klug (FDP) sich auf eine „befristete Lösung“ zum Gastschulabkommen geeinigt haben. Das Ende Dezember auslaufende „Interimsabkommen“ soll, so das Abendblatt, spätestens in zwei Wochen um höchstens ein Jahr verlängert werden. Kinder aus Schleswig-Holstein sollen demnach auch künftig in Hamburg Privateinrichtungen (etwa Waldorfschulen) besuchen können.

Achtung, dieser Artikel hat sich als nicht korrekt herausgestellt!

Bürgermeister Sarach bestätigt: Ahrensburg kann keine Schüler aufnehmen

Ein ausführlicher Bericht zur Demo am 2.12. wird folgen. Einstweilen sind unter http://gastschulabkommen.de/demo.html schon mal viele Bilder und Videos zu sehen.

Bis dahin lohnt es, sich mit der Tatsache zu beschäftigen, dass keine der Gemeinden im Hamburger Umland auch nur annähernd in der Lage wäre, die jetzt noch in Hamburg zur Schule gehenden Schleswig-Holsteiner Kinder aufzunehmen. Wir waren bekanntlich am 29.11. in der Ahrensburger Stadtverordnetenversammlung und haben auch dort eine eindeutige Auskunft bekommen. Man fragt sich daher, wie Bildungsminister Klug seine Forderung („Schleswig-Holsteiner Schüler sollen in Schleswig-Holstein zur Schule gehen!“) in der Realität umsetzen will.

Als Folge dessen schrieb der Ahrensburger Bürgermeister nun am 1.12. einen Brief an Bildungsminister Klug, wo er dieses Problem eindrücklich und unmissverständlich darlegt. Der Brief liegt uns vor und ist zur Veröffentlichung freigegeben.

TERMINSACHE
Eilt, bitte sofort vorlegen
Ministerium für Bildung und Kultur
des Landes Schleswig-Holstein
Herrn Minister Dr. Ekkehard Klug
Brunswiker Straße 16 – 22
24105 Kiel

Ahrensburg, 1. Dezember 2010

Gastschulabkommen zwischen den Ländern Schleswig-Holstein und Hamburg

Sehr geehrter Herr Minister,

die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Ahrensburg hat sich in ihrer Sitzung am 29.11.2010 aufgrund des massiven Nachdrucks aus der betroffenen Elternschaft mit den möglichen Auswirkungen einer Beendigung des Gastschulabkommens zwischen den Ländern Schleswig-Holstein und Hamburg beschäftigt.

Die Stadt Ahrensburg gehört aufgrund der Nähe zu Hamburg zu den am stärksten betroffenen Städten in Schleswig-Holstein. Insgesamt 190 Schülerinnen und Schüler mit Wohnsitz in Ahrensburg besuchen so genannte Ersatzschulen in Hamburg. Die Stadt Ahrensburg als Schulträger wäre im Falle einer Beendigung des Gastschulabkommens nicht in der Lage, adäquaten Ersatz bieten zu können. Schulen in freier Trägerschaft mit den von den Eltern in Ausübung ihres Rechts auf freie Schulwahl gewünschten pädagogischen Konzepten werden in Ahrensburg nicht betrieben.

Eine Umschulung in Ahrensburger Regelschulen kommt – unabhängig von den aus unterschiedlichen pädagogischen Konzepten evtl. resultierenden Problemen – aufgrund mangelnder Raumkapazitäten in diesen Regelschulen nicht in Betracht.

Die Stadtverordnetenversammlung hat mich daher beauftragt, Sie im Vorfeld der Sitzung des Bildungsausschusses des Landtages am 03.12.2010 eindringlich auf diese Problematik hinzuweisen.

Wie bereits meine Amtsvorgängerin vor einem Jahr bitte auch ich Sie im Namen der Eltern, insbesondere aber im Interesse und zum Wohle der betroffenen Kinder, sich mit aller Kraft für eine Verlängerung des Gastschulabkommens zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein einzusetzen.

Die freie Schulwahl gehört zu den unverzichtbaren Bausteinen gelebter Demokratie. Diese darf nicht an der Grenze zweier Bundesländer enden.

Ich habe mir erlaubt, eine Kopie dieses Schreibens dem Bildungsausschuss des Landtages für die Sitzung am 02.12.2010 zu übersenden. Darüber hinaus habe ich gegenüber den Veranstaltern der Kundgebung vor dem Landtag mein Einverständnis gegeben, den Inhalt dieses Schreibens im Rahmen der Kundgebung bekannt zu geben.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Sarach

Unser Brief an Ahlhaus

Folgenden Brief hat die Waldorfschule Wandsbek mit gestriger Post an den derzeit noch amtierenden Hamburger Bürgermeister Ahlhaus geschrieben:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg,

seit Monaten warten Bürgerinnen und Bürger aus dem Umland Hamburgs sowie Bürger und Bürgerinnen der Hansestadt auf die Unterzeichnung des Gastschulabkommens zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg.

Insbesondere für uns Schulen in freier Trägerschaft, die ihren Standort in Hamburg haben und die auf die Schüler aus der Metropolregion angewiesen sind, hat das Thema „Gastschulabkommen“ zur Zeit oberste Priorität. Eltern und Schüler sind in großer Sorge um den weiteren Verlauf der Verhandlungen und halten seit dem 22.12. Mahnwache vor dem Kieler Landtag (siehe website SchuleohneGrenzen.de/Mahnwache-Gastschulabkommen.de), täglich von 8-20 Uhr!
Am 2.12. ist parallel zur Bildungsausschusssitzung im Kieler Landtag eine große Demonstration und Kundgebung geplant, zu der ca. 800-1000 Menschen erwartet werden.

Große Hoffnungen auf einen positiven Verlauf und einen endgültigen Abschluss der Verhandlungen setzen wir Schulen in freier Trägerschaft und wir vom Aktionsbündnis Gastschulabkommen auf das Treffen zwischen Ihnen, sehr verehrter Herr Bürgermeister, und dem Ministerpräsidenten Carstensen am 3.12. 2010.

Die aktuellen Entwicklungen in der Hamburger Politik verunsichern uns zutiefst und wir können zu diesem Zeitpunkt nicht ermessen, ob es trotz des Koalitionsbruchs zu einem Treffen am 3.12. kommen wird und ob wir von einer Unterzeichnung des Staatsvertrages ausgehen können.

Wichtige Verhandlungsergebnisse sind bereits erzielt worden:

  • Beibehaltung der Härtefallregelung,
  • Einbeziehung einer Geschwisterregelung,
  • Sonderstatus Schulen in freier Trägerschaft
  • Sonderstatus Barsbüttel uv.m.

Wir möchten Sie ganz konkret fragen, ob Sie trotz der veränderten Verhältnisse in Ihrer Regierung den Termin am 3.12. wahrnehmen werden? Und die bereits erzielten Verhandlungsergebnisse im Sinne der Betroffenen festschreiben werden?
Weiterhin appellieren wir an Sie als regierenden Bürgermeister, den Staatsvertrag im Sinne der freien Schulwahl und im Sinne einer nach vorne gerichteten Schulpolitik zu unterzeichnen.

Abschließend appellieren wir dringend an Sie, Verantwortung für das Gastschulabkommen, das am 31.12. aufgrund der Kündigung Ihrer Regierung ausläuft, auch unter den veränderten Bedingungen zu übernehmen und die Probleme der betroffenen Schulen und der betroffenen Menschen jetzt nicht aus dem Blick zu verlieren.

In Erwartung einer positiven Antwort
verbleiben wir mit freundlichen Grüßen

29.11.: Stadtverordnetenversammlung, Aktionsbündnis-Treffen

Morgen (29.11.) findet um 19:30 Uhr in Ahrensburg eine Stadtverordnetenversammlung statt.
Nähere Infos:
http://www.ahrensburg.de/index.phtml?La=1&sNavID=57.31&object=tx|1483.333.1&sub=0
Wir wurden eingeladen, und es wurde zugesagt, dass wir Redezeit bekämen.
Möglichst viele hinkommen und uns stärken, wichtig!

Gleichzeitig trifft sich das Aktionsbündnis am 29.11. in der Wandsbeker Schule (20 Uhr), um das weitere Vorgehen (insbesondere die Kundgebung am Donnerstag) zu besprechen.
Also sich am besten teilen … 😉

Große Demonstration am 2.12. in Kiel!

Die Planungen zur großen Demonstration am 2.12 in Kiel nehmen Fahrt auf.
Wir erwarten weit über 1.000 Menschen!

Hier die ersten Informationen:

  1. Um den gesamten Ablauf vor Ort kümmert sich die Wandsbeker Schule.
  2. Jede Schule organisiert intern die Fahrten von und nach Kiel.
  3. Bei der Waldorfschule Farmsen fahren die Klassen 9 aufwärts und die dazu gehörenden Eltern und Lehrer fahren um 10.15 Uhr ab, die Klassen 8 abwärts fahren um 10.45 Uhr.
    Wir sind gegen 17 Uhr zurück.
  4. Die Veranstaltung beginnt beim Landeshaus um 13 Uhr, genauer Ort wird noch bekanntgegeben. Sie dauert maximal zwei Stunden.
  5. Transparente malen, Pfeifen mitnehmen usw. ist erwünscht, aber bitte auf einen gewissen Stil achten.

Ablaufplan am Donnerstag, 2. 12. 2010:

Beginn der Demo 13:00. Bühne vor dem Landtag auf LKW-Anhänger
Bis 14:00 Lieder sowie Reden diverser Demonstranten und Politiker (Liste noch unklar).
Wer einen kurzen, markanten Beitrag hat, ist herzlich willkommen.

Um 14:00 können 100 Leute von uns in den Landtag zur Sitzung des Bildungsausschusses, alle 10 Minuten werden einzelne Teilnehmer herauskommen und vom aktuellen Stand berichten.

Zum Schluss des Tagesordnungspunktes kommen hoffentlich einige der Politiker, um uns den Stand mitzuteilen

Erwartetes Ende unseres Punktes und damit der Demo gegen 15:00.

Noch ein Protestsong für das Gastschulabkommen

Zu singen nach dem Bürgerlied von 1845
(Ob wir rote, gelbe Kragen, Helme oder Hüte tragen…)

Ob aus Schleswig-Holsteins Weite
oder von der Alsterseite
wir zur Schule fahren hin –
wenn wir dann in Hamburgs Mauern
auf das Pausenklingeln lauern,
kommt uns das nicht in den Sinn.

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Das Gastschulabkommen. Oder: warum es auch die Hamburger angeht

Am 15. 11.2010 fand der dritte Informationsabend zum Thema Gastschulabkommen in unserer Schule statt. Vertreter von sechs Hamburger Waldorfschulen, verschiedenen konfessionellen Schulen sowie einem Waldorfkindergarten waren anwesend.

Bei dem Treffen wurde noch einmal klar zum Ausdruck gebracht,

  1. dass es noch keine Bestandssicherung gibt. Es gibt nur das mündliche, nicht zu Protokoll gebrachte Versprechen einer angeschlagenen Hamburger Politikerin. Eine Bestandssicherung gibt es erst dann, wenn das Abkommen unterzeichnet ist.
  2. Es ist noch nicht einmal klar ist, was Hamburg im Hinblick auf Waldorfschulen unter Bestandssicherung versteht. Zur Zeit gilt die Bestandssicherung immer bis zum Ende der jeweiligen Schulstufen (und wo die bei Waldorfschulen liegen: Ende der Klassenlehrerzeit, Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, … da werden sich die Politiker sicher noch etwas einfallen lassen)
  3. dass Bestandssicherung nicht die Frage der Einschulung von Geschwisterkindern beinhaltet.
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