Elternbriefe nach Kiel bis 2014

An den Bildungsminister
des Landes Schleswig-Holstein
Herrn Dr. Ekkehard Klug
Brunswiker Straße 16-22
24105 Kiel

Reinbek, 13.11.2010

Sehr geehrter Herr Dr. Klug,

Ihre sogenannten “Bemühungen” um eine Lösung für das Thema “Gastschulabkommen” geraten zu einer Farce. Derzeit können wir (zwei betroffene Eltern) darin nur eine Hinhaltetaktik erkennen.

Lassen Sie uns doch einmal den Stand der Verhandlungen zusammenfassen.

Wesentliche strittige Punkte sind geklärt:
1.Hamburg verzichtet auf seine Forderungen für vergangene Leistungen.
2.Die Frage der Heimkinder ist geklärt.
3.Einen Leerstand in den angrenzenden Schulen auf schleswig-holsteiner Seite wird es nicht geben. Sie sind aktuell gut ausgelastet.

Und das Beste:

Hamburg nimmt jeden Schüler aus Schleswig-Holstein auf, der in Hamburg zur Schule gehen möchte und verlangt nur den vergleichsweise günstigen Kostensatz, den ein Schüler in Schleswig-Holstein kostet!

Wie kann man da von Ihrer Seite noch NEIN sagen?

In unseren Augen ist Ihre Position nichts weiter als ein politischer Schachzug. Angesichts der angespannten finanziellen Situation Schleswig-Holsteins stellten Sie zunächst die Schulkostensätze in den Mittelpunkt der Verhandlungen. Da dieses nun (mit großem Entgegenkommen von Hamburger Seite) geklärt worden ist, suchen Sie anscheinend nach neuen Gründen nicht entscheiden zu müssen. Da kommt Ihnen der neue Initiativvorschlag von hamburger Seite doch gerade recht, oder?

Uns langt es! Als Steuerzahler dürfen wir brav unsere Abgaben in den Bildungstopf leisten, dürfen uns von Ihnen über Monate und Jahre hinhalten (und belügen?) lassen und eine Behörde durchfüttern, die im 21. Jahrhundert offener Grenzen nicht angekommen ist und damit an den Bildungsbedürfnissen nicht gerade weniger Bürger vorbeiarbeitet (dieses betrifft nicht nur das Gastschulabkommen!).

Ihr Staatssekretär sagte im Juni in der Podiumsdiskussin zum Gastschulabkommen in etwa, es sei gut, dass Bildungsangelegenheiten von den Ländern und nicht vom Bund geregelt würden, denn so sei die Politik näher an den Bürgern. Es gab reichlich Lacher. Warum wohl?

Wenn sich Ihr Staatsrat am 19.11. erneut mit seinem Amtskollegen aus Hamburg trifft, erwarten wir ein klares JA. Eine andere Entscheidung ist uns Bürgern angesichts der nachvollziehbaren und vernünftigen hamburger Angebote kaum vermittelbar.

Mit freundlichen Grüßen
Jens Langpaap


Sehr geehrte Damen und Herren,
aus großer Verunsicherung schreibe ich Mitgliedern des Schulausschusses Schleswig-Holstein und der Fraktionsmitgliedern der Hamburger Bürgerschaft.

Unsere beiden Kinder gehen in der Rudolf-Steiner-Schule Altona zur Schule. Da wir in Rellingen wohnen sind wir von der Kündigung des Gastschulabkommens betroffen und sind sehr verunsichert, was nun mit unseren Kindern werden soll. Was sollen wir ihnen sagen – wo werden sie ab 2.1.2011 zur Schule gehen? Bei der Einschulung/Umschulung in die Rudolf-Steiner-Schule sind wir von einer Verläßlichkeit der Vertragsverhältnisse ausgegangen.

Nach Durchsicht der Schriftwechsel (einsehbar bei http://www.schuleohnegrenzen.de/) habe ich das Vertrauen in die Gestaltungsfähigkeit des Bildungsministeriums Schleswig-Holsteins und des Hamburger Senators für Bildung verloren. Eine vom Bürger erwartete Verläßlichkeit ist nicht sichtbar.

Im Grundgesetz ist die Genemigung von Privatschulen wie der RSS Altona geregelt, Auf der Basis von Artikel 7 (5) GG ist eine Notwendigkeit von Gastschulabkommen ableitbar wenn im Hamburger Umfeld entsprechende Schulkapazität privater Träger nicht vorhanden ist oder entsprechende Schulkapazität in Hamburg nicht vorhanden ist und Schüler in Schleswig-Holstein zur Schule gehen.

Die Exekutive der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg läßt die notwendige Gestaltungsfähigkeit für ein neues Gastschulabkommen missen und erfüllt damit nicht mehr ihre für den Bürger notwendige Funktion.

Als Kontrollorgane der jeweiligen Exekutiven wende ich mich deshalb an sie trotz der schwierigen politischen Situation in Hamburg den Exekutivorganen Konsequenzen aus ihrer Handlungsunterlassung aufzuzeigen.

Wirken sie auf den Abschluß eines neuen Gastschulabkommens hin. Setzen sie sich für ihre Bürger ein, so wie es viele von ihnen auf ihrer Homepage versprochen haben!

Ich hoffe, bald von einem konstruktiven politischen Prozess bezüglich des Gastschulabkommens zu hören.

Mit freundlichen Grüßen
Geert Closius

PS: Da politische Prozesse von der Öffentlichkeit begleitet werden sollten, habe ich das Hamburger Abendblatt in den Verteiler aufgenommen.

Geert Closius


Sehr geehrte Damen und Herren,
wir wohnen in Ammersbek, Ortsteil Lottbek, einen Steinwurf von Hamburg entfernt. Unsere Tochter geht auf die Waldorfschule (unser Sohn ist dort schon fertig) in Hamburg, weil es in Schleswig-Holstein in unserer Nähe keine solche Schule gibt.

Zu Ihrer Aussage: “Schleswig-Holsteiner Schüler sollen auch die Schulen in Schleswig-Holstein besuchen”: Unser Sohn war auf dem Stormarn-Gymnasium in Ahrensburg, hat es dort aber leistungsmäßig nicht so geschafft, dass wir ihn dort weiter belassen wollten. Er hatte das 16. Lebensjahr vollendet. Ich bat verzweifelt die IGS-Schule, ihn aufzunehmen – ohne Erfolg!! Nach Bargteheide konnte er nicht, da wir ein weiteres Fahrticket gebraucht hätten, da die Strecke nicht mehr unter dem Hamburger Verkehrsverbung (HVV) fiel. Das war uns zu teuer, denn sämtliche Nachhilfen, Kontakte, Hobbys etc. hatte er noch in Hamburg. Er brauchte also das HVV-Ticket. Als sich jedoch keine Schule bereit erklärte ihn aufzunehmen, da alle (!!) überlaufen / überfüllt waren, waren wir doch bereit, ihn in Bargteheide einzuschulen- ohne Erfolg!!

Schlussendlich standen wir vor einem Riesenproblem: keine Schule für das Kind in der Umgebung, kein Schulabschluss. Auch die Hamburger Gesamtschule in Bergstedt !! gnadenlos überlaufen! Wir haben ihn dann noch an der katholischen Realschule am Hamburger Hauptbahnhof !!! unterbringen können, in der er seinen Abschluss mit 1,6 Notendurchschnitt absolvieren konnte.

Folge: Hier in unserer Umgebung gibt es keine Schulformen, wie wir sie für unsere Tochter brauchen.
Ausserdem: Die einzige vernünftige Gesamtschule ist hoffnungslos voll. Angeblich dürfen sie nicht mehr als eine bestimmte Anzahl von Schülern nehmen. Die andere Gesamtschule kommt vom Schulweg her und anderen Gründen nicht in Frage! Sollte unsere Tochter die Waldorfschule wegen Ihnen verlassen müssen, so werden wir auf einen Platz an der IGS-Schule klagen.

Es ist unmöglich, dass Sie selbst Elternentscheide, die Schulform zu wählen reglementieren wollen! Bauen Sie das Schulsystem vernünftig aus, hier gibt es mehr Kinder, als es Kindergärten und Schulen gibt! Von den unmöglichen öffentlichen Verkehrsverbindungen ganz zu schweigen! Wie erklären Sie sich das, dass der Schulweg nach Hamburg 10 min. beträgt, der Schulweg in die nächste Ahrensburger Schule von uns aus mind. 45 min. am Morgen, bis 1,5 Std., wenn die Kinder später anfangen bzw. früher Schulschluss haben?

Ich hoffe Sie entscheiden zugunsten der Freiheit in Deutschland, für die Zukunft, für unsere Kinder!!

Danke!
Candida de Pinho

Eine Antwort auf Elternbriefe nach Kiel bis 2014

  1. Schroll schrieb:

    Sehr geehrte Damen
    Sehr geehrte Herren,

    Wir haben auch das Problem ,wir wohne an der Grenze Hamburg /Norderstedt,meine tochter besucht der zeit eine schule in Langenhorn,muss wohl auch dann zum 2.1.2011 die schule verlassen und dann ein schulweg auf sich nehmen von ca .10km, das kann man doch nicht mit den kindern machen ,ich weiss jetzt schon meine tochter wird hier in norderstedt an der/den schulen unter gehen , mein Sohn geht schon unter weil er nicht mit kommt ,was das schulsystem angeht .Nur mein Sohn kann ich leider nicht helfen ,was mich als mutter fertig macht,wenn die kinder seelisch und schulisch kaputt gehen und man ist macht los.
    Die nächste hauptschule ist bei uns friedrichgabe da müssen die mit Bus und AKN fahren ca 50 min.wenn die aber mal ein bus verpassen haben sie echt schlecht karten pünklich an der schule zu sein, da bei uns der Bus alle 20 -40 min nur fahren oder wenn die von der Schule kommt ,verpasst sie die AKN muss sie auf die 20 min warten dann eventuell den Bus auch noch dann muss sie da wieder 20 bis 40 min warten und wäre dann erst zwischen 17und 18 uhr zuhause da die schule bis um 15.30 geht..Meine Tochter hat in Norderstedt nur 4 und 5 geschrieben und jetzt schreibt meine Tochter nur noch 1-2-3 das ist echt ein unterschied ,mein sohn geht es momentan auch so er geht in die 4 kl.in Norderstedt und nur 4 und 5 schreibt er und er mag schon garnicht mehr zu schule gehen,selbst die freune wohnen alle weiter weg ,würde er hier in hh gehen könnte dann koennte er freunde in der umgebung finden weil die schule sind nur 10 min entfernt.Verpasst er sein bus steht er 1 stunde an der Bushalte stelle und das bei wind und wetter ……Nur weil die von oben meinen die koennen alles mit einem machen , wenn wir im wohnzimmer sitzen dann sind wir in norderstedt und wenn wir im garten sitzen dann in hamburg, das schild ist von uns 100meter entfernt wo drauf steht 1km nach hamburg…. Ich sehe wie meine kinder leiden und man ist macht los als mutter es ist traurig das mit den kindern so um gegangen wird…Ich finde es super das es hier so eine seite gibt wo man sich gegenseitig hilft und die mahnwache ein grosses LOB … haben die verdient… Meine tochter besucht die 6 klasse.. kommt dann in die 7 klasse wird aus ihrem umfeld raus gerissen wird in eine klasse rein gesteckt wo die schon eine gemeinschaft sind und als neuling Fuss zu fassen ist echt schwer nicht nur für Kinder sondern auch für uns Erwachsene ist es schwer…An die Politiker macht es möglich das unsere kinder weiter hin in hamburg zu schule gehen können und auch neue schüler auf genommen werden . Ich hoffe es bleibt so das auch mein sohn auf eine Hamburger schule gehen kann.ich bereue es jetzt schon hier nach Norderstedt gezogen zu sein,hätte echt nichr gedacht das es mal so kommt , da wir das grenz schild fast vor der tür haben…
    gruss schroll..

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